Die Macht der Ruhe

Hattest du jemals das GefĂŒhl, dass dir alles zu viel wird und du einfach nur deine Ruhe willst, einen Moment der Stille nur fĂŒr dich und hast diesen Moment fĂŒr dich genommen? Dann weißt du sehr genau wie wertvoll Ruhe/Stille fĂŒr dich sein kann.

Meine Schiffsfahrt

Stell dir vor, du willst mit einem Schiff, zu einer Insel vereisen und das ganz allein. Du hast dich darauf vorbereitet und alles steht schon fest. Jetzt ist der Tag gekommen, an dem du losziehst. Du steigst auf das Boot und machst dich auf den Weg. Der erste Tag ist angenehm, das Wetter ist super, die MeeresoberflĂ€che Flach und der Meeresboden ersichtlich. Es vergehen einige Tage und plötzlich wird es, stĂŒrmisch. Du unternimmst alles in deiner Macht Stehende, um gegen die stĂŒrmischen Wetterbedingungen zu trotzen. Der Sturm verursacht riesige Wellen. Es blitzt, stĂŒrmt und die Wellen knallen gegen dein Boot. Du schaust aufs Meer hinaus, aber weit und breit erkennst du gar nichts. Also beschließt du das Beste zu machen, um zu ĂŒberleben. Am nĂ€chsten Tag wirst du wach und bemerkst, dass der Sturm zu Ende ist. Das Schiff hat mehrere SchĂ€den davongetragen, aber noch funktionsfĂ€hig. Das Meer, immer noch unruhig. Um zu deinem Ziel gelangen musst du gegen den heutigen Strom ankĂ€mpfen und das tust du auch. Das Wetter ist weder schön noch schlecht, dafĂŒr ist das Meer am heutigen Tag unberechenbar, starke Strömung sowie Wellen sind vorhanden. Du siehst nur einige Meter Tief in das Wasser. FĂŒr heute reicht es dir vollkommen. Dann bemerkst du wie die Triebmaschine immer schwieriger arbeitet. Du stehst vor der Entscheidung, entweder Motor ausschalten und mit der Strömung schwimmen. Wohin, das weißt du nicht oder gegen die Strömung zum Ziel mit der Möglichkeit, dass dein Motor einen Totalschaden bekommt. Es ist eine schwierige Entscheidung, du entscheidest dich den Motor auszuschalten und dich treiben zu lassen. Also treibst du den Tag mit der Strömung, das Ziel ungewiss. So geht das einige Tage. Am nĂ€chsten Tag merkst du, das dein Proviant aufstocken möchtest. Das Wetter ist schön, die MeeresoberflĂ€che glatt, aber das Wasser TrĂŒb. Eigentlich super Bedingung um dir etwas zu Fischen, aber weit und breit keine Fische zu sehen und wird durch die TrĂŒbheit des Wassers erschwert. Dennoch versuchst du es, aber ohne Erfolg. Einige weitere Tage vergehen und heute passt einfach alles. Das Wetter ist schön, die WasseroberflĂ€che ruhig und der Meeresgrund ersichtlich. Es ist alles wunderschön, du schaust dich um, alles in Harmonie. Du setzt also die Segel in Richtung Ziel und nebenbei angelst du wieder, dieses Mal jedoch vergnĂŒgst du dich nicht, mit dem, was du findest, sondern suchst dir ganz bewusst aus was du möchtest und holst es dir. Es vergeht eine Zeit und du bemerkst, dass du kurz vor deinem Ziel bist. Also lĂ€sst du alles Revue passieren.

Mein tiefster Wunsch

Lies die Story erneut nur dieses Mal mit folgenden Gleichsetzungen.
Im Übertragenen sinne, ist unser Startpunkt genau jetzt, mit allem drum und dran. Unser Ziel, die Insel, zu unserem Selbst finden das ganz Tief im inneren von uns steckt.
Das Meer unser Versand. Der Meeresboden unsere GefĂŒhlswelt und Bewegung auf der WasseroberflĂ€che ist mit unseren Gedanken gleichzusetzen. Dann gibt es noch die Äußeren-EinflĂŒsse wie Regen, StĂŒrme die im ĂŒbertragenen Sinne unsere Umgebung und ihre EinflĂŒsse darstellen.
Damit alles im Einklang ist, mĂŒssen alle Faktoren zur Ruhe finden. Denn
ohne jemals zur Ruhe zu kommen, können wir niemals erfahren, was wir wirklich wollen.
Deine gewonnene Ruhe wird dir so viele VorzĂŒge Bringen. Eines davon wird sein, dass du immer mehr Zeit mit dir selber verbringen willst. Du wirst einen regelrechten Drang entwickeln, dich selber besser kennenzulernen. Es ist wie Mit dem Schiff auf dem Meer zu sein, wenn alles im Einklang ist.

Erkenntnisse der Schiffsfahrt

Den Meeresboden erkennst du nicht, wenn die WasseroberflĂ€che, mit wellen bedeckt ist. Auch nicht, wenn es stĂŒrmt oder das Meer vom Grund auf aufgewĂŒhlt wird.
Du kannst nicht stĂ€ndig aufgewĂŒhlt sein und dir bewusst werden, was du willst. Andersherum du kannst nicht Tausende von Gedanken haben und dir klar sein, was deine GefĂŒhlswelt dir sagen will. Es ist auch nicht möglich, wĂ€hrend Äußere Reize einwirken, dass du dir bewusst werden kannst was du möchtest. Wenn wir also genau wissen wollen, was wir haben wollen. Dann mĂŒssen der Verstand und der Körper (Emotionen/GefĂŒhle) erst einmal zur Ruhe kommen und die Äußeren-Reize auf ein Minimum reduziert werden. Andernfalls werden sich die drei genannten Punkte gegenseitig behindern und wir erkennen nie, was wir wirklich wollen.

Das wars! Endlich Ruhe

Das Ende der Geschichte. Du warst kurz vorm Ziel und hast es Revue passieren lassen dabei hast du bemerkt, dass das Ziel gar nicht das gewesen ist, was du wolltest. Sondern alles, was du wĂ€hrenddessen erlebt hast. Hat es so atemberaubend gemacht. Dein Weg zum Ziel, hat sich als das herausgestellt, was du wirklich wolltest. Dich selber herausfordern und immer stetig aus dir selber hinauswachsen. Mit der Erkenntnis, das du nur einen kleinen Teil von Meer erkundet hast, stĂŒrzt du dich auf ein neues Abenteuer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.