Die Macht der Gewohnheiten (1)

“Healthy habits are learned in the same way as unhealthy ones – through practice.”

Wayne W.

In folgenden werde ich das Wort Gewonheiten als Gruppe Folgender Wörter Charakter, Routine und Gewohnheit der Einfachheit zusammenfassend benutzen. Wenn also von Gewohnheiten die Rede ist, dann auch von Routinen und CharakterzĂŒgen. Denn sie unterscheiden sich minimal fĂŒr den Sachverhalt den ich erlĂ€utern möchte.

Was sind Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind Verhaltensmuster die wir unbewusst und immer wieder, in bestimmten Situationen, in genau derselben Form anwenden. Zum Teil gibt es einen Trigger (Auslöser) der bestimmte Verhaltensweisen an den Tag hervorruft. Manchmal ist es auch losgelöst von jeglichen Triggern und so ins Blut ĂŒbergegangen das wir es einfach machen. Vergessen wir nicht, alle, wirklich alle Gewohnheiten dienen einem gemeinsamen, gut gemeinten Zweck. Der Sinn dahinter ist das Leben zu erleichtern, auch die vermeintlich schlechten Gewohnheiten. Denn das Unterbewusstsein kann nicht zwischen gut und böse unterscheiden, wie sollte es denn auch? Um das zu verstehen schauen wir uns zunĂ€chst dazu an wie sich unsere Gewohnheiten entwicklen.

Wann entwickeln sich Gewohnheiten?

Besser hieße es wann sind meine Gewohnheiten zur Gewohnheit geworden. Niemand kommt mit irgendeiner Gewohnheit zur Welt, diese werden uns von Kind an eingetrichtert& die einzige Gewohnheit mit der wir auf die Welt kommen ist schwimmen. Denn wie jeder weiß, können Babys, die auf die Welt kommen, schwimmen. Dies wird uns mit den Jahren abgewöhnt (Besorgnis um unsere Gesundheit) um uns dann im spĂ€teren Alter wieder beizubringen. Welch eine Ironie! Einige Wissenschaftler behaupten, das alles was wir zwischen dem nullten und siebten Lebensjahr erleben direkt ins Unterbewusstsein aufgenommen wird. Denn unser Gehirn arbeitet mit verschiedenen Frequenzen und die beste Frequenz um unser Unterbewusstsein zu programmieren ist, wenn das Gehirn in Alphawellen tĂ€tig ist. Durch einige Studien geht wohl hervor, dass das Gehirn von Kindern zwischen null und sieben grĂ¶ĂŸtenteils in den alpha Wellen arbeitet. Die Grundlagen zu unseren guten/schlechten Gewohnheiten werden also im Kindesalter gesetzt.

Wie entstehen Gewohnheiten?

Weitere Möglichkeiten das Unterbewusstsein zu beeinflussen und Gewohnheiten anzueignen ist durch Wiederholung, Wiederholung und nochmals Wiederholung. Vor allem die Wiederholung mit guten Emotionen erleichtert das Aufnehmen neuer Gewohnheiten. Dasselbe gilt auch mit negativen Emotionen. Deshalb können AngstzustÀnde Depressionen und Àhnliche Krankheiten sehr schnell chronisch werden, wenn diese nicht unterbunden werden. Denn es sind Gewohnheiten die sich so tief ins Gehirn eingebrannt haben, das es schon fast unmöglich scheint diese abzugewöhnen. Deshalb sollte man aufpassen, was man stÀndig wiederholt. Denn es kann schnell zur unbewussten Gewohnheit werden.

Die Philosophie zwischen Gut und Böse

Kleiner Exkurs: Was ist das Böse und was ist das Gute? FĂŒr jeden sehr leicht zu beantworten oder doch nicht? Wer entscheidet was gut ist und was böse? Wann realisieren wir was gut und was böse ist?

Tja Antworten darauf kann jeder fĂŒr sich selber geben und ich wette, dass jeder von uns seine eigene Ansicht darauf hat. Das ist der Knackpunkt an der ganzen Sache. Gut und Böse ist fĂŒr jeden etwas anderes. Es kann sogar in einem Kontektwechsel fĂŒr eine Person super verschieden sein. WĂ€hrend in einem Spiel oder Wettkampf sich, gegenseitig zu besiegen etwas gutes ist, kann dasselbe in einem anderem Umfeld wieder etwas total schlechtes sein. Ein Kind welches in einem Elternhaus mit Drogen und co aufgewachsen ist und durch diese viele negative Erfahrungen gemacht hat wird Drogen und co. verteufeln. Fragt man Jugendliche die Drogen und Ă€hnliches zum Spaß nehmen. WĂŒrden diese das genaue Gegenteil behauptem. Was ich damit sagen will, wir alle haben unsere Eigene Meinung von gut und böse, etwas kritischer ausgedrĂŒckt. Je nachdem was und wie wir gelehrt worden sind und in welcher Umgebung wir aufgewachsen sind.

Wie enstehen Gewohnheiten (2)

Jetzt wo wir ein kleines VerstĂ€ndnis zwischen gut und böse haben. ZurĂŒck zum eigentlichen. Ein Kind kann nicht differenzieren zwischen gut und böse da es das noch nicht gelernt hat. Erst mit ein dutzend maler Wiederholung lernt es was gut und böse ist, aber in der Zwischenzeit nimmt es unbewusst alle verhaltensweisen die immer wieder vorgefĂŒhrt oder ausgefĂŒhrt werden ins Unterbewusstsein auf. Manchmal durch gute GefĂŒhle und manchmal Mit Hilfe von Negativen GefĂŒhlen. Bis wir dann in die PubertĂ€t kommen, die Emotionen durch die Decke schießen uns nochmal neue Gewohnheiten aneignen lassen. Schlussendlich kommt man an einem Punkt im Leben an beidem man realisiert, dass man schlechte Gewohnheiten hat, und diese fast unmöglich scheinen abzulegen. 

Zweischneidigen Schwert

Gewohnheiten geben uns die Macht unser Leben bis auf ein maximum zu erschaffen oder unser Leben bis auf ein maximum zu zerstören. Dabei kommt es einfach nur an welche Muster wir ĂŒbernommen haben. FĂŒr Menschen wie mich, die teilweise sehr schlechte Gewohnheiten haben ist es halt schwieriger diese zu ĂŒberwinden, aber wenn man einmal den Bogen heraus hat, geht es mit der Zeit immer besser und einfacher.
Man kann sich durch seine Gewohnheiten jedes erdenkliche Leben erschaffen. Wenn man sich dessen nur bewusst wird.

Das Paradoxen der Gewohnheiten

Paradoxerweise bringen uns gute Gewohnheiten mehr Zeit, obwohl wir zunĂ€chst RegelmĂ€ĂŸig Zeit fĂŒr die Gewohnheiten aufbringen mĂŒssen.
Denn wenn wir eine gute Gewohnheit z.B bezĂŒglich Geld haben, dann werden wir immer damit handeln und wahrscheinlich keine Geldsorgen haben. Dadurch können wir mehr Zeit in anderes investieren. Anders ist es bei einer schlechten Gewohnheit bezĂŒglich Geld. Wir mĂŒssen uns nachtrĂ€glich immer die Zeit nehmen um uns aus diesen schlechten Situationen heraus zu Boxen. Es kostet uns Energie Zeit und Freude. Meistens GerĂ€t man nur in grĂ¶ĂŸere Sorgen. Ein eher harmloses Beispiel, dass diesen Effekt mehr als deutlich aufzeigt. Unordnung im eigenen Reich. Fast jeder kennt es wahrscheinlich, die Unordnung im eigenen Reich. Man hat es eilig, sucht sich ein paar KleidungsstĂŒcke heraus und nichts passt wie es sollte. Wieder zurĂŒck rĂ€umen? Ach, mach ich spĂ€ter. Den Tisch aufrĂ€umen, jaaaa spĂ€ter. Bis es dann so chaotisch ist und alles sich aufgestaut hat, dass man nicht mehr anders kann, als sich die Zeit zu nehmen um den Mist zu bereinigen.
Wie man erkennen kann fĂŒhren Gewohnheiten langfristig zu mehr Energie Zeit und Freude, auch wenn es am Anfang nicht danach aussieht.

Die Ursache erkennen

Viele denken immer mein Bankkonto , mein Gewicht auf der Waage muss sich Ă€ndern. Aber hinterfragen nie die Gewohnheiten die sie dahin gebracht haben. Um auf das obige Beispiel zurĂŒck zu kommen. Wenn du ein Dreckiges Zimmer hast, dann kannst du es fĂŒr ein bis zwei Stunden sĂ€ubern, aber damit Ă€ndert sich nichts an der Tatsache, dass deine alten Gewohnheiten wieder dazu fĂŒhren, dass du dein Zimmer dreckig machst. Also wenn du langfristig ein Sauberes Zimmer haben willst dann musst du deine Gewohnheit die dazu gefĂŒhrt hat, dass du dein Zimmer verdreckt hast, geĂ€ndert werden. Metaphorisch gesprochen ist es als wĂŒrdest du die abgefallenen BlĂ€tter vom Baum entfernen und dich im nachhinein wieder darĂŒber aufregen, dass nach einiger Zeit wieder BlĂ€tter herumliegen. Wenn jedoch der Baum weg ist dann gibt es auch keine BlĂ€tter mehr auf dem Boden. Also statt die Symptome zu bekĂ€mpfen solltest du die wirkliche Ursache beheben.
Eine einfache Gewohnheit und die Frust wĂ€re fĂŒr immer weg. Statt ich mache es spĂ€ter, ich mache es sofort.

Warum tun wir es dann nicht einfach?
Die Antwort auf die Frage gibt es beim nÀchsten Beitrag Die Macht der Gewohnheiten (2) .
Ein kleiner Vorgeschmack:

Das Unterbewusstsein schÀtzt den Moment, die Gegenwart stÀrker als die Zukunft&

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.